Werkstatt Leben
Erfasse das Leben mit allen Sinnen und finde deinen Lebenssinn

Geschichten aus dem Leben

16. September 2018

Die Idee: Ein schöner Nachmittag mit lieben Menschen - in einem / für ein gutes Klima. Einfach zusammenkommen, ratschen, gemeinsam einen Film schauen und dabei das Klima verbessern.

City Kino München@Julia Philipp

Zum Jahrestag für mein einjähriges Bestehen habe ich mir was ganz Besonderes ausgedacht. Ich lade alle Menschen zu einer Zusammenkunft ins City Kino ein. Zum einen möchte ich die Menschen aus meinem Umfeld zusammenbringen, den Austausch und ein gutes Klima untereinander fördern. Zum anderen möchte ich mit dem Event etwas für das Klima in meiner Heimatregion tun. Dem nicht genug: wie es im Kino so üblich ist, gibt es einen Film. In dem Fall habe ich eine Dokumentation gewählt, die mich fernab jeglicher Glaubensrichtung vor kurzem sehr berührt hat, da er genau all die Themen aufgreift, die mich dazu bewegt haben, meinen Weg in die Selbstständigkeit - als Achtsamkeits- und Nachhaltigkeitsberaterin /-trainerin /-coach - zu wagen. Es handelt sich um Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes.

Das ganze Event beruht auf einem Wertschätzungsbeitrag Zu Beginn der Vorstellung geht eine Tüte rum, in die jede Person das hinein tun kann, was ihr / ihm das Sonderevent wert ist. Die Einnahmen dienen zur Kostendeckung des Saals, dem leiblichen Wohl und alles weitere fließt in die Wiederaufforstung des Bayerischen Waldes, der durch die letzten Unwetter in Mittleidenschaft gezogen wurde. Denn ein gutes Klima beginnt bei sich selbst und vor (wie hinter) der eigenen Haustür.


Das Ergebnis@Julia Philipp

Das Ergebnis: Ein herzliches Dankeschön an alle, die da waren als auch denen, die nicht dabei sein konnten und sich so zahlreich gemeldet haben.

Danke, für die Worte, Beiträge, für das Lachen, sich austauschen, das gemeinsame Sein...

 




15. August 2018

Als ich neulich einen Kurs für Achtsamkeit für Führungskräfte gemacht habe, sind in Anbetracht der Schnelllebigkeit und des Zeitdrucks, Übungen zu bewusstem, achtsamen Essen eingeflossen. Denn wir sind auch, was wir in uns aufnehmen. Nahrung, in jeglicher Form, ist ein Bestandteil davon. Die Übung zur Erfassung der Nahrung mit allen Sinnen hat eine Weile in Anspruch genommen. So ein Lebensmittel will von allen Seiten betrachtet und erfasst werden. Daraufhin meinte ein Teilnehmer zum Ender der Übung, er wisse nun, warum, alle Achtsamkeitspraktitizierenden so schlank sind.


Als ich selbst ein paar Tage später zwischen Kundenterminen beim Mittagessen war, ging mir dieser Satz durch den Kopf. Und ich dachte bei mir: „Ich esse gerne langsam und bewusst. Ich erfreue mich an dem Anblick von bunt angerichteten Speisen. Und ich schätze es, wenn ich etwas leckeres, frisches vor mir habe. Dies will ich möglichst lange und bis zum letzten Rest genießen. Dabei schätze ich gerne die Lebensmittel wert. Frage mich auch mal, wo sie denn herkommen und wer wohl am Entstehungsprozess beteiligt war, damit ich nun was zu essen habe. Ich nehme es nicht als selbstverständlich hin, was zu essen zu haben. Und mir dabei sogar noch aussuchen kann, was ich zu essen haben möchte. Alleine wenn ich in einen Supermarkt gehe, bin ich konfrontiert mit Massen an Sorten von Nudeln, nur als ein Beispiel. Im Biomarkt wird es etwas übersichtlicher, aber dennoch habe ich die Wahl. Dafür bin ich sehr dankbar."


Rückblende, irgendwann vor über 30 Jahren:

Als Kind habe ich häufig in der Küche meiner Oma zu Mittag gegessen. Meine Eltern waren beide berufstätig und an den Arbeitstagen von Mama hat Oma oft für meine große Schwester, meinen Cousin, meinen Papa und mich mitgekocht. Dann saßen wir alle versammelt bei ihr in der Küche, auf der Eckbank und haben gemeinsam gegessen. Als alle fertig waren und Oma bereits mit dem Abwasch begann, saß immer noch einer am Tisch - mein Opa.

Er hat in aller Seelenruhe und Gemütlichkeit sein Essen genossen - im wahrsten Sinne. Er hat sich Zeit genommen, langsam und ganz bewusst gegessen. Im Nachhinein ist mir klar, dass er eine ganz andere Zeit erlebt hat. Eine Zeit, in der Essen Mangelware war und er vermutlich häufig gehungert hat. Es war eine Freude, ihm zuzusehen, mit welchem Genuss und welcher Bewusstheit er die Speisen zu sich genommen hat.

Auch beim Morgenkaffee, in dem er für gewöhnlich ein Butterbrot klein gemacht und in den Kaffee eingetaucht hat, so dass die Bröckchen und Fettringe nur so drin schwammen, nahm er sich in aller Ruhe Zeit. Ein Bild, das mir in guter Erinnerung ist.




22. Juni 2018

Die Dinge kommen, wenn auch manchmal anders, als gedacht...

Vor zwei Jahren habe ich meine Vision zum ersten Mal in Worte und Bilder gefasst. Meine Vision ist es, die Menschen vermehrt für sich und die Natur um sie rum zu sensibilisieren. In Anbetracht des Klimawandels, will ich gerne ein Stück zu mehr eigenem guten Klima und dem Schutz der Natur beitragen. Denn letztlich leben wir alle in einem System, das voneinander abhängig ist und sich gegenseitig bedingt. Wir brauchen einander. Ein Aspekt meiner Vision ist ein Seminarhaus, mit achtsamen und nachhaltigen Aspekten. Eine kulturelle Begegnungsstätte wo ich mit allen Sinnen zahlreiche, entscheidungsträchtige Menschen ansprechen kann, um viel zu bewegen.

Das Haus gibt es, seit zwei Jahren. Damals kannte ich es noch nicht. An genau diesem Ort habe ich genau vor zwei Jahren ein verlängertes Wochenende verbracht. Es war während meiner Orientierungsphase zur Selbständigkeit. Dort habe ich mitunter entschieden, diesen Weg zu gehen und die Themen zu platzieren, die mich bewegen.

Nun bin ich wieder da, zu Gast in dem Haus, mit den gleichen Ideen, wie es die meinen sind. Ich bin überwältigt. Halte einen Moment inne, auf dem Weg hoch, zum Hörnle. Diesmal bin ich gemächlicheren Schrittes unterwegs. Habe mich angepasst, an den steilen Aufstieg. In mir, habe ich tiefes Vertrauen und das Bewusstsein, dass es kommt wann und wie es sein soll, vielleicht auch etwas anders. Es kommt. Dann, wenn die Zeit dafür reif ist.

Danke Alex, für die Info zum Seinz und Christian für die wundervolle Sonnwende. Ich freue mich, auf alles weitere.




28. Mai 2018

Mit etwas Abstand schauen die Dinge gleich ganz anders aus

Ich war in einem kleinen bayerischen Ort, irgendwo Alpenvorland. Als ich durch den Ort ging, sah ich alte Häuser, die herausgeputzt waren, mit Fassadenbemalung, Häuser aus den achtziger Jahren, mit den klassischen Glaseingängen, die um die Zeit entstanden. Ich traf auf verlebte und ungepflegt wirkende Häuser. Mein Blick fiel auf ganz neuer Häuser, die noch im Rohbauzustand da standen, bei andere war schon alles verputzt und es wohnten scheinbar Menschen drin. Bei weiteren Häusern fehlten einzelne Fenster, es gab Bretterverschläge an den Türen. Diese wirkten verlassen und unbewohnt.

So ist auch das Leben, kunterbunt. In der Detailbetrachtung wirkte es möglicherweise unstimmig und konträr. Als ich allerdings meinen Weg fortsetzte und aus der Ferne, vom Waldesrand, auf den lang gezogenen Ort, mit der Kirche in der Mitte blickte, da wirkte es sehr harmonisch. Nehmen Sie mal Abstand von den Dingen, betrachten Sie sie aus der Ferne und der Blick wird sich ändern.


 

 

14. Mai 2018

Sprich mit mir

Ich war soeben ein paar Tage an einem Fluss wandern. In der ländlichen Region war es üblich, dass die Leute mich auf der Straße einfach grüßten. Ich musste mich erst wieder daran gewöhnen. In Erinnerung an meine Kindheit und Jugend.  


Auf meinem Weg habe ich mich auch an eine Frau erinnert, die mir vor einer Weile erzählte, dass sie ebenfalls auf dem Land aufgewaschen sei und in der ersten Zeit in München in den öffentlichen Verkehrsmitteln alle grüßte. Bis sie merkte, dass sie die einzige war und das wieder sein ließ. Als sie mir das erzählte konnte ich mich sehr gut in sie hineinversetzen. Als Landei in der Stadt gab es bei mir anfangs auch so einige Dinge, die ich umstellte. Als ich nun für ein paar Tage auf dem Land diese Offenheit und Herzlichkeit innigst erleben durfte, wünschte ich mir das in die Stadt.

Wie faszinierend wäre es doch, wenn sich unbekannte Personen in der U-Bahn einfach über Themen, die sie gerade bewegen unterhalten würden, an Stelle die neuesten Nachrichten auf dem Handy zu checken. Nachdem so viele Menschen Zuagroaste sind, die vielleicht die gleiche Vertrautheit mit dem direkten Austausch haben, kann ich nur empfehlen: machen Sie das doch mal (wieder) und schauen Sie, wer da um sie so rum ist. Viel Freude beim Ratschen und sich austauschen!



30. April 2018

Wünsch dir was...

Es liegt schon eine Weile zurück, als ich in den winterlich kalten Monaten in der Sauna saß. Beim Verlassen der Sauna und dem Gang zu den Kleiderhacken, die in der Nähe der Dusche angebracht sind, fiel mein Blick auf ein leichtes Saunatuch. Als ich das mit Blumenmuster gewebte Tuch ansah, kam der Gedanke auf: das wäre auch für mich praktisch, denn so hätte ich weniger Gepäck. Die ganzen Utensilien von großem bis kleinen Handtuch, Bademantel, Buch, Kosmetika, Getränk usw. füllen meinen Rucksack gut aus. Ich habe den Gedanken keine weitere Beachtung geschenkt und auch nicht darüber gesprochen.

Als ich in diesem Monat Geburtstag hatte und das mit rotem Papier und grüner Schleife verpackte Geschenk meiner Schwester öffnete, war genau ein solches Saunatuch drin. Ich musste innerlich schmunzeln, sicher auch äußerlich und habe mich sehr gefreut. Aus vielerlei Erfahrung darf ich Ihnen sagen, das mit dem wünschen funktioniert wunderbar, wenn Sie Ihren Wunsch nicht weiter beachten. Umso schöner ist es, wenn er von tiefstem Herzen kommt.

In diesem Sinne, wünsche ich Ihnen viel Freude beim Wünschen und in Erfüllung gehen!


PS: In dem Paket lag oben auf eine Karte mit einer Pusteblume und dem Spruch: "Wünsch dir was..."



26. März 2018

Bitte iß was gscheids

Mein Papa ist sehr an meinem Wohlergehen interessiert und so kam es zu folgendem Auszug eines Telefonats mit ihm. Er fragte mich, was ich denn gegessen hätte. Die Antwort lautete: Hirsebrei, mit Obst und Nüssen. Dies schien ihn nicht zufrieden zu stellen. Denn er meinte daraufhin. „Schaust aber schon, dassd mal wida was gscheids zum Essn bekommst. Was deftiges, bayerisches, so was mit Fleisch“.

Ich musste sehr schmunzeln. Denn Fleisch gehört in meiner Familie zur Tagesordnung. Und an den Fleischlosen Tagen, wie Dienstag und Freitag, wo Mehlspeisen und Fisch auf dem Programm stehen, gibt es am Abend dann mindestens eine Brotzeit mit Wurst.

Ich selbst habe mich vom Speiseplan meiner Kindheit und Jugend unbewusst distanziert und in eine andere Richtung entwickelt. Los ging es vor rund zehn Jahren, als ich auf Empfehlung eine Weile Schweinefleisch aus meinem Speiseplan gestrichen habe. Mittlerweile kann ich Schweinefleisch nicht mehr riechen und mag es als reines Fleisch nicht mehr essen. Im Laufe der Jahre habe ich Fleisch aber auch Wurst mehr und mehr reduziert. Nicht weil ich es in Frage stellte, das tat ich in gewisser Weise immer. Durch den regionalen Konsum und der scheinbar guten Tierhaltung jedoch nur bedingt. Sondern weil es sich so ergab, wie so vieles sich im Laufe der Zeit bei mir im unbewussten / intuitiv entwickelt hat.

In dem Telefonat habe ich meinem besorgten Papa dann erläutert, dass der Hirsebrei für mich was gscheids ist. Ich mich damit wohl fühle und merke, wie gut mir die Nahrung tut, die ich in Summe esse. Obendrein trage ich dazu bei, den CO2 Ausstoß kleiner zu halten. Denn jedes Tier, das für den menschlichen Verzehr gehalten wird, verbraucht in etwa sieben bis acht Getreideeinheiten. Von diesem Getreide könnte bereits eine Menge an menschlicher Nahrung produziert werden.

Kurzum: jeder kann was beitragen, zur Verbesserung des eigenen Klimas, guten Körperempfindens und globalen Klimas. Also achten Sie darauf, dass Sie was gscheids essen.



16. Januar 2018

Folge deinem Instinkt...

Neulich habe ich ein Freundin besucht, die vor kurzem Mutter einer Tochter geworden ist. Wir hatten uns zu einem späteren Frühstück verabredet und neben uns beiden, hatte auch die Kleine Hunger. Sie will scheinbar exakt alle zwei Stunden was trinken. Da kann meine Freundin quasi die Uhr bzw. neuerdings die App danach stellen. Eine Einrichtung, die wir alle haben. Damit ist nicht die App gemeint, sondern den Instinkt. Dieser ist jedoch über die Laufe der Jahre und die Einflüsse von außen ein Stück aus dem Sichtfeld getreten. Konzentrieren Sie sich wieder mehr, auf sich. Dann kann der Instinkt wachsen und gedeihen.



07. Januar 2018

Multitasking ist einfach nicht...

Ich wollte es wieder einmal probieren: Socken aufhängen, Nachricht beantworten,  parallel ein Spiegelei machen und die Homepage aktualisieren. Alles in Kombination kann jedoch nur schief gehen! Die Emotion Ärger, über mich selbst, ist dann innerlich hoch gekocht. Denn die liebste Pfanne, so ein kleine, in einer meiner liebsten Grünfarben, war ruiniert. Die Nachricht ging daneben, zumindest der Inhalt und die vielen wohl gewählten Worte für die Homepage waren verloren. Da ich in Anbetracht der nebenher laufenden Dinge, auf die falsche Taste kam, ohne vorab zu speichern. Einzig die Socken, die hingen gut.

In Wirklichkeit waren es jeweils nur zwei Sachen parallel. Aber gescheitert ist auch das. Also seinen sie achtsam im Moment und tun sie ein Ding nach dem anderen. Mehr ist nicht möglich. Ich durfte es selbst wieder einmal leibhaftig erfahren.



22. Dezember 2017

Ich selbst nehme mir die letzte Geschicht zum Beispiel, um allen Danke zu sagen, die mich auf meinem Weg begleitet haben und vor allem in letzter Zeit mit mir durch die Entwicklung- und Gründungszeit gegangen sind.

Allen voran meinen Eltern - Danke, dass ich bin. Ebenso meinen Großeltern, Urgroßeltern... Danke!

Meiner großen Schwester, durch die ich wachsen konnte. Meinen beiden wundervollen Neffen, durch die ich wieder mehr durch Kinderaugen sehen kann. Etwas, was ich immer getan habe, durch sie jedoch wieder verstärkt tue. Denn das Leben kann so einfach sein, wenn das Denken nicht wäre. Danke auch meinem Schwager, dass ich so tolle Neffen habe!

Mein besonderer Dank geht an Martina, die mich immer wieder geerdet hat. Petra, für deine bescheidene, immerwährende Freundschaft. Simone und Doreen, denen ich trotz Ferne, weiter verbunden bin. Susanne, an der ich selbst wachse. Marcus, mein treuer Begleiter und immer wieder Motivator! Vladi, für die Gespräche, gerade als es nicht so rund lief. Ina, Steffi, Stefan und Caro, die mal mehr und mal weniger da waren, aber einiges zum Finden der Wegkreuzung beigetragen haben. Die Anstosser des Ganzen, meine W.E.G. Gruppe um Claudia und Melanie, danke euch allen von Herzen. Mein bester Moment, als ich endlich die Welt rund gesehen habe! Danke an Eva, Franzi, Graciela, Kerstin, Nataliya, Angele und Celine. Ihr seid spitze und ward mir eine große Unterstützung.

Danke an die gesamten Personen, die ich in letzter Zeit bei Fort- und Weiterbildung kennen lernen und in der Zeit mit ihnen mich noch tiefer erfahren durfte. Zwei Personen, die dieser Zeit entspringen, möchte ich von ganzem Herzen danken. Nasrin, für deine beflügelnden Worte und Ole, für die tiefsinnigen Gespräche. Alleine die Wortspiele waren mir immer eine Freude. Ich hoffe auf noch ganz viele davon. Danke an Karin, die durch eine schwere Zeit ging und dennoch nichts von ihrer Fröhlichkeit verloren hat. Du hast mir leibhaftig gezeigt, trotz allem, dem Moment was Positives abzugewinnen. Inge, schön, dass ich dich getroffen habe und mit dir die ein und andere musikalische Inspiration erfahren durfte. Matthias, ein herzliches Dankeschön für die natürlichen Bilder.

Danke an Anja, die sich um meine Steuern kümmert und mir mit Rat, Tat und Kontakt zur Seite steht. Danke an die Syntopiker rund um Hajo und die Möglichkeit im Ruffinihaus zu arbeiten, dank Beate und Anja. Danke an Anne, die den Einzug ins Ruffinihaus möglich gemacht hat! Danke an meinen Friseur, der nicht nur meine Haare in Ordnung gebracht hat. Danke für die kulturellen und menschlichen Kontakte durch dich. Danke an Gaby und Edith, durch die eine weitere Tür aufging, zum Wortwechsel in violett.

Danke für die Personen, durch die ich lernen und wachsen durfte. Danke für die Tiefen, denn umso schöner waren die Höhen. Danke an meine gesamte Familie und alles, was ich durch meine Rolle(n) im Laufe meines Lebens erlernen durfte. Danke meinen alten Freunden in der Heimat, der Weite des Blicks und der Frische der Luft dort. Danke, Mama für den Glaubenssatz, dass ich alles schaffe!

Danke an meine ehemalige Kollegin Ingrid, die regelmäßig und immer gleich als erste meine Kurse besucht hat. Das hat mich sehr gefreut. Danke an Fritz und Inge, dass ihr einfach da ward. Danke an meine Nachbarinnen, für die Gemüseversorgung und die Worte zwischendurch. Danke an alle von nebenan, für die rege Teilnahme an den Events und speziell für den Wasserkocher.

Danke an Bernhard und das Atelier am Isartor, die besonders in der ersten Entstehungsphase meiner Vision eine regelmäßige Anlaufstelle waren. Danke für die Ratschläge, Kaffees und Mittagessen mit euch. Es war wundervoll. Danke an Nina, für das erste „Experiment“. Danke an alle weiteren Kunden. Durch euch bin ich inspiriert und gestärkt weiter zu machen. Danke an alle die mich mental unterstützt haben und mit mir die ein oder anderen Wehwechen ausgetrieben haben. Danke an den Gasteig und die Staatsbibliothek, wo ich viel Zeit zum Lesen und Finden verbracht habe.

Danke an Thich Nath Hanh für alle seine Bücher. Denn damit konnte ich nachlesen, was sich alles bereits in meinem Kopf, meinen Gedanken und Handeln abspielt. Eine große Bereicherung, dass dies in einfachen, klaren und liebevollen Worten zusammengefasst ist. Danke Helga, für die Einladung ins Intersein, mit Blick auf mein Heimatdorf.

Danke den vielen weiteren Schriftstellern, vor allem philosophischer und psychologischer Themen, Danke den Regisseuren und allen Mitwirkenden von Dokumentationen, besonders hinsichtlich Nachhaltigkeit, Danke dem Münchner Klimaherbst und allen Beteiligten – gut dass ihr da seid. Danke an alle, die bereits nachhaltig unterwegs sind, privat wie beruflich. Ein herzliches Danke dem Zukunftswerk. Danke den für mich inspirierenden Musikern. Danke Christian, für den erdenden Aufenthalt auf dem Feld Fünf.

Danke an die rauschende Isar, die mich mit ihrer Natürlichkeit ein Stück meines Weges begleitet hat. An die pfeifenden Vögel, vor meinem Fenster, an die gurrenden Tauben, an den Baum, den ich jeden Morgen vor Augen habe, wenn ich meine Qi Gong Übungen mache oder einfach einen Tee trinke. Danke an die beiden älteren Nachbarinnen von gegenüber für das freundliche Lächeln und Winken. Schön, dass auch ihr nun euren Balkon nutzt. Danke allen, für… alles! Ich könnte vieles, vieles und noch mehr aufzählen und ich wäre vermutlich noch immer nicht fertig. Deshalb einfach – DANKE



27. November 2017

„Schön machst du das, Julia.“ Das waren die Worte, die die dreijährige Tochter einer Freundin gestern zu mir sagte, als ich Sterne und Schmetterlinge zum Dekorieren auf die Plätzchen gelegt habe. Wie wundervoll, solche Worte, aus diesem kleinen Mund. Einfach so.

Weil ich selbst die letzten zwei Samstage so tolle Menschen im Ruffinihaus zum völlig ausgebuchten gecoachten Tee / Kaffee begrüßen durfte, möchte ich das aufgreifen und zum Anlass nehmen, um einfach mal Danke zu sagen. An alle, die da waren - es war wunderbar, ihr ward wunderbar!

Ich finde, das ist etwas, was wir viel häufiger tun sollten. Den Menschen um uns herum zu sagen, was sie gut machen oder einfach, wie schön es ist, dass sie da sind. Vielleicht wollen Sie das aufgreifen und selbiges tun. Direkt und persönlich, im Gespräch. Oder indirekt, mit einer Karte, einer kleinen Geste oder einer kurzen Nachricht. Es braucht nicht viel dafür, um positive Wörter und Gedanken in das Leben und die Welt zu streuen.

In diesem Sinne eine wohlwollende und entspannte Vorweihnachtszeit, mit reichlich positiver Energie, einem Strahlen im Gesicht und innerer Ruhe.

 

PS: Als die Kleine ankam, hatte sie den rechten Schuh am linken Fuß und den linken Schuh am rechten Fuß. Nach ihrer Meinung war das völlig richtig rum. Recht hat sie. Denn es ist immer alles eine Sache der Perspektive. Vielleicht als Anstoß, selbst mal die Ansicht zu überdenken. Natürlich kann es auch was anderes sein, als die Schuhe. Probieren Sie doch mal aus, auf dem Weg in die Arbeit oder zurück, einen anderen Weg zu nehmen, als für gewöhnlich. Gehen Sie mit offenen Augen und schauen Sie wie ein/e dreijährige/r, die / der jeden Tag die Welt neu entdeckt. Von ganzem Herzen, viel Spaß dabei 😊



1. November 2017

Hans, mein zehnjähriger Neffe, sagte vor zwei Tagen zu mir: „Tante, ich habe heut mit Klaus (sein kleiner Bruder) meditiert. Und stell dir vor, wir waren nachher viel besser beim Tablettspiel.“

Ich musste sehr schmunzeln.

Denn zum einen habe ich Hans lediglich einmal gezeigt bzw. erklärt was Meditation ist. In dem Zusammenhang habe ich ihm gesagt, dass er sich besser in der Schule konzentrieren kann, wenn er das regelmäßig macht.

Zum anderen, konnte er sich ohne Wiederholung meiner Information, ein paar Monate später, an das Meditieren erinnern. Er hat es angewandt und dabei gleichzeitig noch jemand mit einbezogen. Das hat mich unheimlich gefreut.

Dass er hinterher scheinbar Erfolg in seinen Aufgaben hatte, welche auch immer, das fand ich besonders schön. Denn genau das ist es, was dadurch möglich ist. Der Geist ist frisch und frei, für jegliche weitere Aktivität.

 

Rückblende:

Sommerferien 2017, Hans ist bei mir zu Besuch. Drei Nächte lang bleibt er in der Stadt. Wir haben einen Bummel über die Dult geplant, Isarbaden, eine Fotoausstellung und einen Museumsbesuch. In der Stadt gefällt es Hans ganz gut. An einem weiteren Tag ist ein Wanderung in das Umland geplant. Raus aus der Stadt, lang an der Isar und rauf auf den Berg.

Rauskommen, das ist das Stichwort. Denn morgens beim raus kommen aus dem Bett, gehe ich auch im August meinem täglichen Prozedere nach. Ich mach ein paar Qi Gong Übungen oder den Sonnengruß aus dem Yoga. Hans beobachtet das.

An dem Tag, als wir raus fahren wollen zum Wandern, haben wir lange geschlafen. Wir haben jedoch eine mehrstündige Wanderung vor uns.  Hinzukommt die Hin- und Rückfahrt sowie die begrenzte Öffnungszeit einer Bergbahn. D.h. die Zeit am Morgen ist nicht sonderlich ausufernd, um alles unterzubekommen. Ich lasse die morgendlichen Übungen ausfallen. Hans bemerkt das und weißt mich gleich darauf hin, dass ich den Sonnengruß nicht gemacht habe.

Das ist es, was jegliche Form der Innenkehr ausmacht: Kontinuität!

Selbst und gerade, wenn es zeitlich enger ist, darf die Stille und Einkehr zu sich selbst niemals zu kurz kommen. Im Gegenteil, genau dann ist es relevant. Hans hatte recht mich zurecht zu weisen, übe und zwar täglich.